2002

Jahrestagung und Mitgliederversammlung von ICOM Deutschland

Warschau (Polen), 17. bis 20. Oktober 2002
Nachbarn im Umbruch: Polens Museen vor neuen Herausforderungen?

Es war möglicherweise die kulturpolitisch bedeutendste Tagung, die ICOM Deutschland in den vergangenen Jahren durchgeführt hat. Insgesamt 140 Kolleginnen und Kollegen trafen sich in der Zeit vom 17. bis 20. Oktober 2002 in Warschau, um sich über "Nachbarn im Umbruch: Polens Museen vor neuen Herausforderungen?" informieren zu lassen, zu diskutieren und mit neuen Erkenntnissen und Einsichten wieder zurückzureisen. Die allermeisten der deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zum ersten mal in Warschau oder gar in Polen und bei vielen hat die ICOM-Jahrestagung dazu beigetragen, dass sich ihr eigenes Polenbild massiv veränderte. Bewirkt hat dies zum einen die große Herzlichkeit, mit der die zahlreichen polnischen Kolleginnen und Kollegen auf die deutschen Gäste zugingen und die großartige Gastfreundschaft von ICOM-Polen. Zum anderen waren die Informationen und Diskussionen über die polnische Kulturpolitik und deren Auswirkungen auf die Museen des Landes ausgesprochen erhellend und die Gespräche über Erfahrungen und Perspektiven der polnisch-deutschen Zusammenarbeit im Museums- und Ausstellungswesen sehr konstruktiv. Die kompetenten polnischen Referentinnen und Referenten ermöglichten einen offenen Dialog. Sehr aufschlussreich waren darüber hinaus die Vorträge über neue Gedenkstätten und Museen der Zeitgeschichte, wie etwa das Jüdische Museum in Warschau, das Museum des Kommunismus in Nova Huta (Krakau) oder das Solidarnos-Museum in Danzig.

ICOM Polen bot den deutschen Gästen ein reichhaltiges Besuchsprogramm in Museen, Galerien und Schlössern der polnischen Hauptstadt. Durch diesen Spannungsbogen wurde ein breiter Einblick in die polnische Museumslandschaft geboten, die von zeitgenössischer Kunst, über Technik-, Literatur-, Geschichts- und Heeresmuseen bis hin zum Nationalmuseum und zum Schlossmuseum in Wilanow reichte. Als eine große Ehre empfanden wir Deutsche, dass die Jahrestagung im Königlichen Schloss von Warschau eröffnet werden konnte, das Gebäude, das einst von Deutschen geschleift und ein Vierteljahrhundert danach wieder errichtet wurde. Es ist heute zentraler Ort nationaler Identität der Polen.

Kulturpolitisch war die Warschauer Tagung auch deshalb von Bedeutung, weil sich der polnische Kulturminister in einem Gespräch mit der Tagungsleitung in die Diskussion über das Tagungsthema einschaltete und die Tagung sowohl von Vertretern des polnischen Kulturministeriums als auch von Repräsentanten der deutschen Botschaft in Warschau begleitet wurde.

Von der Warschauer Tagung ist die Botschaft nach intensiverer gegenseitiger Wahrnehmung ausgegangen; es wurden Kontakte geknüpft und Brücken zum Nachbarland gebaut.

Tagungsbericht, Bettina Bouresh (.pdf)
Tagungsprogramm (.pdf)
Fotos von der Tagung (.pdf)

Jahrestagung von CEICOM (Central European ICOM)

Leipzig, 1.-2. Juli 2002
 
Seit 1993 unterhält ICOM Deutschland ein Kooperationsprogramm mit den ICOM-Nationalkomitees von Polen, Ungarn, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Slowenien, Kroatien und Österreich, um die Zusammenarbeit der Museen und Gedenkstätten der ehemals am "Eisernen Vorhang" gelegenen Staaten zu fördern.

Die ICOM-Repräsentanten der zentraleuropäischen Länder treffen sich jährlich zu einer Tagung, um sich über den aktuellen Stand der Kooperationen zu informieren und neue Projekte zu beginnen. Nach Slowenien im Jahr 2001 fand das Treffen 2002 der Präsidenten der jeweiligen nationalen Komitees und ihrer Referenten am 1. und 2. Juli in Leipzig statt.

Tagungsprogramm (.pdf)

Internationaler Museumstag

Sonntag, 12. Mai 2002
Museen und Globalisierung

 

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