Kulturgüterschutz / Rote Listen

Das neue Kulturschutzgesetz. Handreichung für die Praxis

Cover zu Das neue Kulturschutzgesetz. Handreichung für die Praxis

Im Juni 2016 wurde das neue Kulturgutschutzgesetz verabschiedet. Nun hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien eine Handreichung herausgegeben, die neben dem Gesetzestext und einer konsolidierten Gesetzesbegründung auch zahlreiche Erläuterungen, Hintergrundinformationen und Übersichten für die Praxis enthält.

Die Broschüre ist nur online erhältlich!

>> Download Handreichung

Internetportal zum Thema Kulturgutschutz

Um Kulturgutschutz transparenter zu machen und das allgemeine Bewusstsein hierfür zu schärfen, haben die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie die 16 Bundesländer eine Internetpräsenz geschaffen, die einen ausführlichen Überblick über den Kulturgutschutz in Deutschland gibt.

Die Website "Kulturgutschutz Deutschland" finden Sie >> hier.

Internationales Projekt zum illegalen Handel mit Kulturgütern

ICOM hat das Projekt “International Observatory on Illicit Traffic in Cultural Goods“ gestartet, das zum Ziel hat, einen Überblick über die aktuelle Situation zu geben und die mit dem illegalen Kulturgüterhandel verbundenen Herausforderungen und Problematiken aufzuzeigen. Das internationale Redaktions- und Beratungskomitee setzt sich u. a. zusammen aus Vertretern von INTERPOL, UNESCO, UNIDROIT, der Weltzollorganisation (WCO), UNODC, dem Art Crime Team des FBI (USA), der Carabinieri (Abteilung zum Schutz von Kulturerbe) und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Das Herzstück des Projekts bildet eine Internet-Plattform, die relevante und aktuelle Informationen zum Thema Kulturgutschutz und illegaler Handel mit Kulturgütern aus aller Welt zusammenträgt. In übersichtlicher Weise werden strategische Werkzeuge, allgemeine Richtlinien, nationale und internationale Gesetzgebungen sowie Ansprechpartner zugänglich gemacht. Derzeit sind über zweitausend weiterführende Literaturquellen, fast vierhundert Video- und Audiodateien, über achthundert praktische Hilfsmittel und mehr als zweihundert ethische und/oder rechtsgültige Instrumente abrufbar.

Zur Internet-Plattform >> Observatory Illicit Traffic

Publikation: Countering Illicit Traffic in Cultural Goods - The Global Challenge of Protecting the World's Heritage

Die von ICOM vorgelegte Publikation behandelt das Thema des weltweiten illegalen Handels mit Kulturgütern und fasst die Ergebnisse der Arbeit des >> International Observatory on Illicit Traffic in Cultural Goods der letzten drei Jahre zusammen. Anhand von Fallstudien, verfügbaren Statistiken und Beiträgen von internationalen Experten wird ein Überblick der aktuellen Situation gegeben und werden die mit dem illegalen Kulturgüterhandel verbundenen Herausforderungen und Problematiken verdeutlicht.

>> kostenloser Download

ICOM-Rote Listen

Logo ICOM-Red List

Der Internationale Museumsrat ICOM gibt für die Krisen- und Konfliktregionen dieser Welt mit Unterstützung des US Department of State „Rote Listen“ des gefährdeten kulturellen Erbes heraus. Die „Roten Listen“ enthalten Beispiele von Objekttypen und -kategorien, die besonders gefährdet sind, illegal gehandelt zu werden, weil sie Ausfuhrbeschränkungen oder Ausfuhrverboten unterliegen.

Bislang wurden „Rote Listen“ für Afrika, Lateinamerika, Irak, Afghanistan, Peru, Kambodscha, Zentralamerika und Mexiko, Haiti, China, Kolumbien, Ägypten sowie zuletzt für Syrien und Irak, dessen Kulturerbe aufgrund der derzeitigen Ausnahmesituation verstärkte Schutzmaßnahmen benötigt, herausgegeben. Die „Roten Listen“ erscheinen in mehreren Sprachen, auch in deutscher Übersetzung.

Die „Roten Listen“ werden Museen, Sammlern, Händlern und Auktionshäusern zur Verfügung gestellt mit dem Hinweis, Objekte der erwähnten Typen und Kategorien nicht zu erwerben, ohne vorher die Herkunft und die gesetzlichen Unterlagen geprüft zu haben. Strafverfolgungs- und Zollbehörden, wie Interpol und die Weltzollorganisation (WZO), dienen sie bei der Identifizierung von Objekten, die durch nationale oder internationale Gesetze sowie bilaterale Vereinbarungen geschützt sind und somit illegal gehandelt werden.

Eine Übersicht aller „Roten Listen“ finden Sie auf der Homepage von ICOM unter. Hier haben Sie auch die Möglichkeit der Kategorienrecherche und des kostenlosen Downloads:

>> ICOM-Rote Listen

Red List of West African Cultural Objects at Risk; Emergency Mali

Cover ICOM-Red List of West African Cultural Objects at Risk; Emergency Mali

Herausgegeben von ICOM, Paris 2016
8 Seiten, englische Fassung

Seit Dezember 2016 liegt die aktuellste rote Liste, Red List of West African Cultural Objects at Risk;
Emergency Mali, vor. Der Internationale Museumsrat ICOM reagiert mit der Veröffentlichung auf die fortgesetzten Plünderungen des westafrikanischen kulturellen Erbes sowie insbesondere auf den Konflikt in Mali im Jahr 2012. In dessen Folge waren vor allem Kulturgüter im Norden des Landes gefährdet. Obwohl sie durch nationale Gesetze und internationale Vereinbarungen geschützt sind, droht zahlreichen Objektarten, auf dem Markt für illegale Kunst und Antiquitäten gehandelt zu werden. Dazu zählen unter anderem Stelen und Manuskripte aus dem 12. bis 18. Jahrhundert, die überwiegend in arabischer Schrift beschrieben sind. Ferner gehören Terrakotta-Statuetten sowie metallene Schmuckgegenstände aus der Zeit von 20.000 v. Chr. bis 19. Jahrhundert dazu.

Museen, Sammler und Händler sind angehalten, derartige Objekte nicht zu erwerben, ohne zuvor deren Herkunft und Unterlagen sorgfältig geprüft zu haben.

Deutsche Fassung der ICOM Emergency Red List zu den gefährdeten Kulturgütern Libyens erschienen

Cover ICOM-Rote-Notfall-Liste für die gefährdeten Kulturgüter Libyens

Nachdem im Dezember 2015 bereits die englische, französische und arabische Fassung der Emergency Red List zu den gefährdeten Kulturgütern Libyens erschienen ist, wurde die deutschsprachige Ausgabe am 26. April 2016 anlässlich der „ICOM Palmyra Talks“ im Kunsthistorischen Museum in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt. Den ausführlichen Artikel hierzu finden Sie auf der Internetseite von >> ICOM.

Eine Übersicht aller bisher erschienenen „Roten Listen“ finden Sie auf der Homepage von >> ICOM. Hier haben Sie auch die Möglichkeit der Kategorienrecherche und weiterer kostenloser Downloads.

Rote-Notfall-Liste der gefährdeten Kulturgüter Libyens (.pdf)

Rote Notfall-Liste der gefährdeten Kulturgüter des Irak

Cover ICOM-Rote-Notfall-Liste für die gefährdeten Kulturgüter des Irak

Bereits seit Jahrzehnten muss die Welt einen fortwährenden Verlust des reichhaltigen Kulturerbes in der heutigen Republik Irak beklagen. Die anhaltenden Plünderungen und weitreichenden Zerstörungen betreffen einzigartiges Kulturgut, das fundamentale Einblicke in die Geschichte des heutigen Iraks gibt sowie wichtige Kenntnisse über die gesamte Region, deren mannigfaltige Einflüsse und herausragende kulturgeschichtliche Bedeutung liefert.

In Fortführung der erfolgreichen Beschlagnahmungen, die durch die 2003 erschienene Emergency Red List of Iraqi Antiquities at Risk - die erste Rote Notfall-Liste des Internationalen Museumsrates (ICOM) - möglich waren, und in Anbetracht der kontinuierlichen Bedrohung des Kulturerbes der Irakischen Republik, erschien für ICOM eine Aktualisierung dieser Liste unabdingbar.

Die deutschsprachige Ausgabe, die mit Hilfe der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ermöglicht wurde, ist Anfang 2016 ershienen und wurde am 14. Januar 2016 in Berlin in Anwesenheit der Kulturstaatsministerin Monika Grütters und des Botschafters der Republik Irak, Hussain M. F. Alkhateeb, der Öffentlichkeit vorgestellt.

>> Live Interview mit ICOM-Präsident Hans-Martin Hinz zur aktuellen Roten-Notfall-Liste zu den gefährdeten Kulturgütern des Irak.

ICOM-Rote-Notfall-Liste für die gefährdeten Kulturgüter des Irak (.pdf)
Pressemitteilung der Stiftung Preußicher Kulturbesitz und ICOM Deutschland, 14. Januar 2016 (.pdf)
Pressemitteilung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, 14. Januar 2016 (.pdf)

Maßnahmeempfehlungen zum Handel mit Kulturgütern im Internet

Poster Interpol, Most wanted works of art_ Juni 2015

Der illegale Handel mit Kulturgütern über das Internet wird international als sehr ernstes und zunehmendes Problem angesehen. Das Internet stellt einen neuen Vertriebsweg dar, der sich der Kontrolle der Herkunft der Objekte weitgehend entzieht.

INTERPOL, UNESCO und ICOM haben sich in einem gemeinsam verfassten Schreiben vom 3. Juli 2007 besorgt über den zunehmenden illegalen Handel mit Kulturgütern im Internet geäußert und alle Länder aufgerufen, mit geeigneten Maßnahmen zu reagieren.

>>INTERPOL

>>UNESCO

Maßnahmeempfehlungen zum Handel mit Kulturgütern im Internet, engl. Fassung (.pdf)

Object ID: Eine internationale Checkliste für die Beschreibung von Kulturgütern

Fragebogen Object ID

Object ID wurde 1993 vom J. Paul Getty Trust ins Leben gerufen und gemeinsam von ICOM, UNESCO, Polizei, Zoll, Kunsthandel, Versicherungen und Kunstsachverständigen entwickelt.

Ziel ist das Zusammentragen kurzer und möglichst exakter Informationen zu den gefährdeten Objekten, die der schnellen und unproblematischen Wiedererkennung dienen.

Der unerlaubte Handel mit Kulturgut ist eine der häufigsten internationalen Verbrechen. Die Polizei hat im Kampf gegen Kunstdiebe den Wert der Beschreibung der Objekte erkannt. Denn Gegenstände, die nicht fotografiert und ausreichend beschrieben worden sind, können selten zurück gewonnen werden. Daher ist Object ID eines der wichtigsten Mittel zur Bekämpfung von Kunstdiebstahl und illegalem Handel mit Kulturgut.

Fast alle Museen verfügen über derartige Angaben zu ihren Objekten, aber auch andere private und öffentliche Orte wie beispielsweise Kirchen können ihre Objekte durch Objekt ID leicht identifizierbar machen.

Die >> Checkliste für Object ID ist in 14 unterschiedlichen Sprachen abrufbar: Arabisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Koreanisch, Russisch, Spanisch, Tschechisch und Ungarisch.

Wir möchten Sie bitten, die Verwendung dieser Checkliste weiterzuempfehlen. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Email: object-id@icom.museum.

 

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Tagungsbericht von Klaus Weschenfelder >

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Deutsche Version der Emergency Red List der gefährdeten Kulturgüter Libyens erschienen >

Umschlag Präventive Konservierung. Ein Leitfaden

>> Präventive Konservierung

Leitfaden "Präventive Konservierung" in der Reihe "Beiträge zur Museologie" erschienen >

Umschlag Ethische Richtlinien

>> Ethische Richtlinien für Museen

Die weltweit anerkannten „Ethischen Richtlinien für Museen“ (Code of Ethics for Museums) >