Aktuelle Hilfsmaßnahmen des Netzwerkes Kulturgutschutz Ukraine

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Das Netzwerk Kulturgutschutz Ukraine hat im März 2022 seine Arbeit aufgenommen. Seitdem hat es verschiedene Hilfsmaßnahmen zur Rettung bedrohter ukrainischer Kulturgüter initiiert und durchgeführt. Dabei arbeiten ICOM Deutschland und das Netzwerk intensiv mit ICOM Polen, ICOM Österreich, ICOM Schweiz und ICOM International zusammen. Sie erreichen die Kontakt- und Kordinierungsstelle über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
 

Grenzüberschreitende Transporte mit Hilfsgütern

In den vergangenen Wochen wurden verschiedene Transporte mit Hilfsgütern zur Sicherung von Kulturgütern aber auch zum Schutz der Kolleg*innen in die Städte Kiew, Lwiw, Czernowitz, Odessa und Ismael auf den Weg gebracht. Hierbei handelte es sich überwiegend um Verpackungsmaterialien wie Luftpolsterfolie, Kartons, Kisten, Packpapier, Folien und Sandsäcke zum Objektschutz, aber auch um Sicherheitskleidung und technisches Equipment. In Warschau wurde zudem eine Koordinierungsstelle für grenzüberschreitende Transporte in die Ukraine eingerichtet.

Aktuell lässt sich ein verstärkter Bedarf an Brandschutzmaterialien wie CO2-Löschern und brandhemmende Textilien feststellen. Neben der Bedienung direkt formulierter Bedarfe spielt die offizielle Bedarfsliste der Ukraine eine wichtige Rolle. Die Materialien, die hierin aufgelistet sind, können über den EU-Mechanismus (UCPM) über vorgegebene Melde- und Transportwege in die Ukraine gebracht und dort von einer zentralen Stelle weiter verteilt werden. Falls Sie die Hilfsmaßnahmen mit Sachspenden unterstützen möchten, finden Sie hier Listen mit dem konkreten Materialbedarf:

 
Logistiknetz für Hilfslieferungen

Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) und das Projekt KulturGutRetter haben gemeinsam mit weiteren Kulturinstitutionen und Unterstützung des Auswärtigen Amtes ein Logistiknetz aufgebaut, über das Hilfsmaterialien zum Schutz von Museen, Archiven und Denkmälern in die Ukraine gesendet werden können.
 

Ukraine Art Aid Center

Die Kontaktstelle UA Art Aid ist eine Matchmaking-Plattform für Hilfsanfragen von Kulturinstitutionen in der Ukraine und Hilfsangeboten von Institutionen aus Nachbarstaaten und beteiligten Ländern in den Bereichen Materialspenden, finanzielle Unterstützung und spezialisierte Beratungsangebote für Museumsfachleute. Darüber hinaus dient sie als Informationsstelle für Geldgeberinstitutionen, die die konkreten Bedarfe ukrainischer Kultureinrichtungen finanziell zu unterstützen möchten. Sie steht unter der Schirmherrschaft des Verbands Deutscher Kunsthistoriker, in enger Zusammenarbeit mit ICOM Deutschland und ICOM Schweiz.
 

Hilfsmaßnahmen der Bibliotheken

Die Deutsche Nationalbibliothek hat die zentrale Koordinierungsfunktion für die deutschen Bibliotheken übernommen und bündelt ihre Hilfsangebote in den Bereichen Materialspenden, Stipendienprogramme und finanzielle Hilfen. Die Staatsbibliothek zu Berlin sammelt die Hilfsgesuche der ukrainischen Kolleg*innen. Derzeit benötigen Bibliotheken in der Ukraine besonders Digitalisierungshardware (internetfähige, gebrauchte PCs, Laptops, Scanner, Fotoapparate, Software zur Weiterverarbeitung der Daten als Bilddatei oder mit OCR für die Texterkennung und langfristige Datensicherung).
 

Hilfsmaßnahmen der Archive

Das Bundesarchiv hat zwischenzeitlich eine Materiallieferung für die Staatlichen Archive in Lviv, Ivano-Frankiwsk und Tarnopol in Zusammenarbeit mit dem polnischen Pilecki-Institut zusammengestellt und verschickt. Die Lieferung umfasste u.a. Verpackungsmaterial, Transportkisten, 2 Scanner und ein Notstromaggregat. Weitere Scanner und finanzielle Hilfen wurden angefragt.
 

Monitoring kriegsbedingter Schäden

Blue Shield Deutschland hat eine Monitoring-Gruppe mit dem Ziel eingerichtet, Meldungen zu kriegsbedingten Schäden und Verlusten von Kulturgut in der Ukraine zu sammeln, zu strukturieren und so weit wie möglich zu verifizieren. Der Ukraine-Monitor vermittelt einen ersten Eindruck vom Ausmaß der Zerstörungen in 12 von 24 Regionen.
 

Datentransfer und Datensicherung

Weitere wichtige Einzelmaßnahmen sind z.B. die vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste vorgeschlagenen Initiative „Datentransfer und Datensicherung“ zur Rekonstruktion von Informationen zu Beständen ukrainischer kulturgutbewahrender Einrichtungen, wenn im Zuge des Krieges Kulturgüter bzw. entsprechende Inventare vernichtet, beschädigt oder abtransportiert werden. Vor diesem Hintergrund wurden ukrainische Einrichtungen in ihrer Landessprache angeschrieben und Datensicherungen angeboten.
 

 

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