ICOM Deutschland hat seit November 2019 ein Young Professionals Netzwerk. Young Professionals – das sind Studierende museumsnaher Studiengängen, Volontär*innen und junge Museumsmitarbeiter*innen – erhalten damit die Möglichkeit sich (erstmals) innerhalb des deutschlandweiten Verbandes zu vernetzen und auszutauschen.

Mit dem Young Professionals Netzwerk ist die Vision verbunden, Kommunikation zu fördern und über die Kanäle des Netzwerkes Austausch- und Karrieremöglichkeiten für jüngere Museumsmitarbeiter*innen und Studierende zu schaffen.

Wer die Mitglieder genau sind, welche Motivation und Erwartungen die rund 80 Teilnehmer*innen zum ersten Young Professionals Netzwerktreffen im November nach München geführt hat, wurde mittels einer empirischen Studie nach dem Treffen abgefragt. So handelt es sich überwiegend um weibliche Akteurinnen zwischen Mitte 20 und Anfang 30, die sich in einer Weiterbildungsmaßnahme (d.h. Studium oder Volontariat) oder in ihren ersten Berufsjahren befinden. Ein Großteil der Akteur*innen war zum Zeitpunkt der Befragung bereits an einem zweiten Young Professionals Netzwerktreffen im Jahr 2020 interessiert und wünscht sich für die Zukunft regelmäßig ein bis zwei Treffen der Young Professionals pro Jahr. Die Hauptmotivation für die Teilnahme an dem Netzwerktreffen war der Wunsch nach Vernetzung mit Gleichaltrigen und innerhalb von ICOM, sowie die Neugierde auf das Young Professionals Konzept und den damit verbundenen Möglichkeiten. Die Teilnehmenden teilen vier Erwartungen an das Netzwerk: Dieses sollte vor allem die Vernetzung mit professionellen Partnern ermöglichen, eine Interessensvertretung für junge Museumsmitarbeiter*innen darstellen, zum fachlichen Austausch innerhalb der Peer-Group und zur Vernetzung auf persönlicher Ebene beitragen.

Der erste Schritt, um die erfolgreiche Initiierung des Netzwerkes weiterzuführen, war das zweite Young Professional Netzwerktreffen, welches im Rahmen der ICOM Deutschland-Dänemark Tagung in Hamburg (18.-20.3.2020) stattfinden sollte. Dieses Treffen wurde aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig in den virtuellen Raum verlegt. Gemeinsam mit den Teilnehmenden haben wir in drei Slack-Channels über die Themen „Organisations- und Kommunikationsstruktur“, „Sinn und Zweck“ und „Rolle innerhalb von ICOM“ diskutiert. Diese Diskussionen werden wir beim dritten Young Professionals Treffen am 05. November 2020 im Rahmen der Mutec in Leipzig weiterführen. Inhaltlich soll es außerdem um das Thema „Diskriminierungskritische Museumsarbeit“ gehen. Unterstützt wird die Tagung durch den Vorstand ICOM Deutschlands, insbesondere durch Dr. Alina Gromova und Prof. Dr. Dr. Markus Walz sowie weiteren ehrenamtlichen Referent*innen.

Unser Ziel ist die langfristige Etablierung des Young Professional Netzwerkes in die Arbeit und (Organisations-)Struktur von ICOM Deutschland und darüber hinaus innerhalb des internationalen ICOM Verbandes. Die ICOM Deutschland-Dänemark Tagung wäre der erste Schritt in Richtung Internationalisierung gewesen, doch die kommende Tagung in Griechenland könnte – ob analog oder virtuell – bereits die nächste gute Gelegenheit bieten. Jeder, der an dieser Vision mitwirken möchte, ist herzlich dazu eingeladen.

Die Corona-Krise hält die Welt weiter fest im Griff. ICOM ruft Sie und Euch dazu auf, Erfahrungen und Vorschläge, wie wir diese Krise in den Museen aktiv überwinden können, miteinander zu teilen.

ICOM bietet verschiedene Möglichkeiten für Museen in der Krise an, zum Beispiel #MuseumsAndChill. Tragen Sie per Hashtag  #MuseumsAndChill bei oder schreiben Sie eine Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
https://mailchi.mp/28ddd2b96e31/museumsandchill-reach-your-public-at-home

Auch der Internationale Museumstag in Deutschland wird eine starke digitale Dimension haben.
Für alle digitalen Formate & Aktionen zum Internationalen Museumstag gibt es nun in der IMT-Datenbank die Kategorie "Digital" - einfach die Aktion wie gewohnt eintragen und entsprechend kennzeichnen. 
http://museumstag.de

Aktuelle Hashtags zum Thema sind:
#MuseumFromHome #MuseumMomentofZen #culturedoesntstop #CalmDownArt #DigitalMuseum #DigAMus #digkv #KulturinZeitenvonCorona #Kulturdigital #KulturimNetz #KulturGegenCorona #closedbutopen #museumsandchill

In Deutschland informiert der Deutsche Kulturrat zur Corona-Pandemie mit Einschätzungen, Auswirkungen, Maßnahmen: Wie ist der Kulturbereich von der Corona-Pandemie betroffen?
https://www.kulturrat.de/corona/

Eine nützliche Ressource ist auch Museum Responses - COVID-19, ein Google Dokument von Mike Madeja erstellt (@mikedoesmuseums) und von anderen ergänzt
https://docs.google.com/document/d/1LNCETkPjgcNdmybrwE5g2JEK4KpIfhKThnws1QqgjqE/mobilebasic

Ein weiteres Hilfsmittel zum Thema Covid-19 ist die Learning Toolbox des Exploratoriums https://www.exploratorium.edu/learn

aber auch die aktuellen Informationen der American Alliance of Museums https://www.aam-us.org/2020/03/05/information-for-the-museum-field-on-the-covid-19-coronavirus/

Eine zusätzliche Herausforderung stellt aktuell da, wie wir für digitale Angebote Barrierefreiheit für alle ermöglichen können.

Gemeinsam können wir Modelle und Möglichkeiten finden, Museen durch Krisen zu führen und Potenziale zu entdecken, die zusammen ausgeschöpft werden können. 

Haben Sie Mut zur Kreativität.

 

Fotocredits: Illustration by Federica Italiano

Der 8. März ist traditionell der Internationale Weltfrauentag, 2019 wurde er in Deutschland in manchen Bundesländern zum offiziellen Feiertag erhoben.

Er wurde vor 100 Jahren in New York ins Leben gerufen, um die Rechte der Frauen zu stärken und sich für eine wesentliche Gleichberechtigung der Geschlechter stark zu machen. Es hat sich seitdem vieles zum Positiven gewendet, aber längst noch nicht in allen Staaten dieser Welt und auch in den als moderne Industrienationen begriffenen Gemeinschaften besteht weiterhin in einigen Bereichen Ungleichheit. Dies betrifft auch den Kultursektor und die Museen.

ICOM Deutschland setzt sich für die gleichberechtigte Förderung von jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Akteurinnen im musealen Kontext ein. Wir treten ein für Gleichberechtigung und Respekt.

Wir wünschen heute zum Weltfrauentag vor allem den Studentinnen aller relevanten Kulturwissenschaften, den Museumsvolontärinnen, den angehenden wie etablierten Restauratorinnen, den Kuratorinnen und Netzwerkerinnen, den Museumswissenschaftlerinnen und Museumsdirektorinnen – kurz: all jenen Frauen, die den Kosmos Museum in all seinen Facetten tragen und bereichern – die nötige positive Kraft, die selbstgesteckten Ziele umzusetzen und in der nationalen wie internationalen Gemeinschaft der Museen als eine gemeinsame Mission zu etablieren.

Die Corona-Krise hält die Welt fest im Griff. Nicht nur Reise-und Transportwege sind eingeschränkt bzw. ganz zum Erliegen gebracht worden, sondern auch Schulen, Kindergärten, Universitäten, Geschäfte und Gaststätten, das gesamte soziale und kulturelle Leben – und damit die Museen.

In einem unvorstellbaren Ausmaß trifft es alle in der Gesellschaft und bedeutet diese Krise auf lange Sicht unüberschaubaren wirtschaftlichen Schaden, Gefährdung von Arbeitsplätzen, Image-Probleme sowie die Herkulesaufgabe, zu einem späteren Datum wieder an all das Positive anknüpfen zu können, was aktuell unwiederbringlich verloren geht oder bestenfalls aufs Eis gelegt werden kann. 

Für Museen bedeutet dies zum einen die enge Bindung an die Besucher und  Besucherinnen, die über Wochen ausgesetzt wird, das sind aber auch die zahlreichen Ausstellungsprojekte, die aufgeschoben, oder gar abgesagt werden müssen. Das betrifft die Zusammenarbeit mit Ausstellungsarchitekten und freien Restauratoren, die weitestgehend ohne Festanstellung in solchen Zeiten am stärksten unter den finanziellen Einbußen leiden. Es ist zudem die große Bandbereite an engagierten Menschen, die sich um Vermittlung und gezielten Führungen verdient gemacht haben, die viele Freiberufler, die eng mit den Museen zusammenarbeiten, deren Aufträge für Wochen ausgesetzt sind oder jetzt ganz ausbleiben. 

Aber nicht nur der breite Sektor der kulturellen Dienstleister, die Museen selbst trifft es: sie werden massive Einbußen bei den Eintrittsgeldern und dem Merchandising verzeichnen, Ausstellungsvorhaben, die im Frühjahr und Sommer anstehen, werden verschoben oder gar aufgegeben werden müssen, ungeachtet der bereits investierten Kosten und Leistungen. 

Dies gilt noch mehr für mittlere und kleine Museen. Die Einbußen werden beachtlich sein und sind in den Auswirkungen noch gar nicht absehbar. So oder so wird es wirtschaftlich auf die kommenden Jahre durchschlagen. Der gesamte Sektor der Kunstschaffenden, aber auch des Kunstmarktes wird massiv von diesen drastischen Maßnahmen betroffen sein, und viele werden dies finanziell nicht überleben. 

Auch wenn aus der Politik Hilfe und Ausgleich versprochen wird, kann man bereits heute davon auszugehen, dass dies nur unzureichend helfen wird. Es ist entscheidend, dass wir unsere Stimme erheben und auf die möglichen Auswirkungen hinweisen, damit wir nicht am Ende der Pandemie unverhofft Opfer weiterer Sparzwänge werden. ICOM Deutschland wird sich gemeinsam mit den anderen Museums- und Kulturverbänden dafür einsetzten, dass die Politik sich für die Museen und Kulturschaffenden einsetzt und finanzielle Unterstützung leistet. 

Wir möchten Sie an dieser Stelle jedoch auch aufrufen, Ihre Erfahrungen, Ihre aktuellen Probleme und Vorschläge, wie wir diese Zeiten aktiv überwinden können, miteinander zu teilen. Nur so können wir diesen Sturm überstehen und Modelle und Möglichkeiten finden, Museen durch Krisen zu führen und Potenziale zu entdecken, die gemeinsam ausgeschöpft werden können. 

Es wird immens wichtig sein, uns auch gegenseitig zu stützen und uns jeden Tag neu zu ermutigen, das gemeinsame Ziel vor den Augen nicht zu verlieren: die Museen und die kreativen Köpfe in unserer Welt noch enger zusammenzubringen und hierzu unsere Kräfte zu bündeln. Haben Sie Mut und lassen Sie uns in dieser schwierigen Krise aufeinander vertrauen und zusammenarbeiten!

Ihre Beate Reifenscheid

Bild der ICOM Karten-Druckmachine im UNESCO Gebäude in Paris

ICOM-Mitgliedsausweise werden oft synonym mit einer ICOM-Mitgliedschaft angesehen. Tatsächlich ist eine ICOM-Mitgliedschaft mehr als eine weiße Karte. Sie ist Ausdruck einer Mitgliedschaft in einer internationalen Organisation, die für professionelle Standards und ethische Werte steht, mit denen sich die Mitglieder identifizieren. Wer einen ICOM-Mitgliedsausweis in einem Museum vorzeigt, gibt sich als Mitglied dieser Organisation zu erkennen und bekennt sich zu deren Standards und Werten.

Die ICOM-Mitgliedsausweise werden zentral im Generalsekretariat von ICOM in Paris gedruckt. Bei über 40.000 Mitgliedern weltweit ist der Druck und Versand der weißen Karten straff organisiert und geschieht in Chargen. Daraus ergibt sich in der Regel eine Gesamtbearbeitungszeit von etwa zwölf Wochen vom Posteingang und der positiven Entscheidung über Ihren Antrag bis zum Versand des Mitgliedsausweises an Sie durch ICOM Deutschland.

Nicht immer funktioniert die weltweit einmalige ICOM-Kartendruckmaschine fehlerlos und so kann es bei dem Versand der ICOM-Mitgliedsausweise auch mal zu Verzögerungen kommen. Hier bitten wir Sie um Verständnis und Entschuldigung.

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