Tagung: Kinder aus verbotenen und unerwünschten Beziehungen in Zeiten des Krieges | Geschichte, Erinnerung, Kontinuitäten
Von Iris Hax
19.–21. März 2026
Eine Tagung der Gedenkstätte Lager Sandbostel und des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit in Berlin.
Die Tagung widmet sich einem bislang wenig beachteten Kapitel der Geschichte des Zweiten Weltkriegs: den Kindern aus sogenannten „verbotenen“ und gesellschaftlich verdrängten Beziehungen zwischen Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangenen im Deutschen Reich, deutschen Besatzungssoldaten sowie lokalen Frauen oder Männern. Die Verfolgung dieser Beziehungen durch die NS-Behörden war von staatlicher Repression und Gewalt sowie rassistischer Ideologie geprägt – ihre Folgen wirkten weit über 1945 hinaus.
Anlässlich der Präsentation der Wanderausstellung „trotzdem da! – Kinder aus verbotenen Beziehungen zwischen Deutschen und Kriegsgefangenen oder Zwangsarbeiter*innen“, erarbeitet an der Gedenkstätte Lager Sandbostel und bis 26. April 2026 in Berlin zu sehen, bringt die Tagung Historiker*innen, Pädagog*innen, Nachkommen der Betroffenen sowie Akteur*innen der Erinnerungskultur in einen interdisziplinären Dialog.
Im Mittelpunkt stehen historische Einordnungen, lebensgeschichtliche Erfahrungen und transgenerationale Perspektiven. Zugleich öffnet die Tagung den Blick auf die Nachkriegszeit sowie auf vergleichende Perspektiven in Europa und darüber hinaus. Ziel ist es, Forschungslücken sichtbar zu machen, Erinnerungskultur kritisch zu reflektieren und Impulse für neue Formen historisch-politischer Bildungsarbeit zu geben. Das gesamte Programm ist über die Website einsehbar
Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung bis zum 15. März 2026: veranstaltung_ns-zwangsarbeit@topographie.de.