Ethische Richtlinien für Museen
Der ICOM Code of Ethics for Museums ist ein anerkannter Standard für die Arbeit von Museumsfachleuten.
Die «Ethischen Richtlinien für Museen» von ICOM bilden die Grundlage der professionellen Arbeit von Museen und Museumsfachleuten. Sie enthalten die Berufsethik für Museen, auf die in den ICOM-Statuten Bezug genommen wird, und spiegeln die Prinzipien wider, die in der internationalen Museumswelt allgemein anerkannt sind.
Erstmals verabschiedet 1986, stellen die Ethischen Richtlinien für Museen von ICOM einen Mindeststandard von gemeinsamen Werten und Standards für Museen dar und präsentieren insgesamt acht übergeordnete Prinzipien, die durch Verhaltensrichtlinien innerhalb der beruflichen Praxis ergänzt werden. Durch die Mitgliedschaft bei ICOM verpflichtet sich jedes Mitglied, die Ethische Richtlinien von ICOM zu respektieren.
Um die Ethischen Richtlinien für Museen von ICOM als berufsethisches Standardwerk in Zeiten starker gesellschaftlicher Veränderungen weltweit zukunftstauglich zu machen, hat ICOM 2021 einen Prozess zu einer erneuten Überarbeitung eingeläutet. Auf der 41. Ordentlichen Generalversammlung in Paris wurden im Juni 2026 die überarbeiteten Ethischen Richtlinien für Museen verabschiedet. Damit hat die internationale Museumsgemeinschaft die erste umfassende Revision des ICOM Code of Ethics seit 2004 beschlossen, die in einem mehrjährigen partizipativen Prozess erarbeitet wurde.