Tagung: What’s in a Name? Standortbestimmung und Perspektiven alltagskultureller Museen, Berlin, 4./5.6.26
Von Jana WittenzellnerIn ihren Anfängen waren volkskundliche Museen und universitäre Disziplin eng miteinander verknüpft. Seitdem haben sie sich in verschiedene Richtungen entwickelt – aus den Volkskundemuseen wurden vielerorts Alltagskulturmuseen, aus der Volkskunde Europäische Ethnologie, Empirische Kulturwissenschaft oder Kulturanthropologie. In den letzten Jahrzehnten mussten sich die Alltagskulturmuseen ihren (disziplinären) Standpunkt und ihre gesellschaftliche Relevanz wiederholt neu erarbeiten.
Anlässlich der Pensionierung Elisabeth Tietmeyers als Direktorin des Museums Europäischer Kulturen nehmen wir die letzten Jahrzehnte in den Blick. Wir fragen nach den Veränderungen, parallelen oder gegenläufigen Entwicklungen beider Institutionen und dem Selbstverständnis der Alltagskulturmuseen heute. Wir diskutieren zentrale Konzepte, Themenfelder und Interessen alltagskultureller Museen der jüngeren Vergangenheit. In der Zusammenschau wollen wir so eine Standortbestimmung alltagskultureller Museen ermöglichen.