„Global Museum Futures: Young Professionals Unite!“ – Bericht von der ICOM General Conference 2025 

14. April 2026
Gruppenfoto von etwa 30 Personen vor einer Bühne mit drei Bildschirmen, die das Logo und den Schriftzug 'ICOM Dubai 2025' zeigen

Christina Bach, Svenja Gründler, Harriet Meyer und Rebecca Stoll

Die ICOM General Conference 2025 widmete sich drei thematischen Schwerpunkten, von denen einer unter dem Titel „Youth Power“ die Perspektiven junger Museum Professionals in den Mittelpunkt stellte. Vor diesem Hintergrund organisierten wir, vier Mitglieder des ICOM Deutschland Young Professionals Netzwerks, gemeinsam mit Vertreterinnen des Kunstmuseums Art Jameel Center (Dubai) sowie der Sharjah Museums Authority das kuratierte Netzwerk-Meeting „Global Museum Futures: Young Professionals Unite!“. Unser Ziel war es, jungen Museumsmitarbeitenden aus unterschiedlichen Ländern einen Raum für Austausch, Begegnung und gegenseitige Stärkung innerhalb der internationalen Museumslandschaft zu bieten. Gleichzeitig sollte es der Auftakt zur Initiierung eines internationalen Netzwerks für Young Professionals innerhalb ICOMs sein.

Am Freitag, den 14. November 2025, kamen im World Trade Center Dubai ca. 60 junge Professionals aus über 25 Nationen zusammen. Zusätzlich planten wir die Session von Beginn an als hybrides Format, damit auch Menschen, die nicht nach Dubai reisen konnten, teilnehmen können. Betreut wurde das hybride Angebot von Svenja Gründler. Für uns und die meisten Teilnehmenden war es eine seltene Gelegenheit, Kolleg*innen aus so unterschiedlichen Orten, kulturellen Zusammenhängen und Institutionen persönlich kennenzulernen. Die spürbare Offenheit, Neugier und Motivation der Gruppe prägte die Atmosphäre des Treffens von Beginn an. Unter der Leitfrage „What unites us?“ diskutierten wir gemeinsam, was uns verbindet, welche Herausforderungen wir in unserem Arbeitsleben teilen und welches Potenzial in einer stärkeren internationalen Vernetzung gerade für junge Museumsschaffende liegt. 

Zu Beginn der Session gaben Abhirami Suaresh, Koordinatorin für Jugendprogramme bei Art Jameel, Mariam Ali Al Salman von der Sharjah Museums Authority sowie Harriet Meyer als eine Vertreterin des ICOM Deutschland Young Professionals Netzwerks Einblicke in ihre institutionellen Perspektiven und eigenen Erfahrungen. Wir sprachen über die Rolle junger Menschen in Museen und betonten das große Potenzial, das Young Professionals in die Museumsarbeit einbringen: Energie, neue Blickwinkel, neue Kompetenzen in Themen wie Technik und Nachhaltigkeit und kreative Ideen. Gleichzeitig wurde deutlich, dass gezieltes Empowerment notwendig ist, um jungen Stimmen Sichtbarkeit zu verschaffen und sie als aktive Gestalter*innen der Zukunft unserer Branche ernsthaft einzubinden.

Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden im Format des World Cafés mit zuvor von uns entwickelten Fragen in wechselnden Kleingruppen zusammen. Die Gespräche kreisten um gemeinsame Interessen jenseits kultureller oder sozialer Unterschiede, um gegenseitiges Lernen und Unterstützung sowie um Erwartungen an ein internationales Netzwerk. Der Austausch war so intensiv, dass viele Gespräche auch in der Kaffeepause und während weiterer Konferenzveranstaltungen fortgeführt wurden. Bereits im Verlauf der Tagung zeigte sich, dass das Netzwerktreffen nachhaltige Wirkung entfaltete: Neue Kontakte wurden geknüpft, bestehende Gespräche vertieft und das Gefühl gestärkt, auf der Konferenz nicht allein, sondern als Teil eines internationalen Netzwerks präsent zu sein.

Nach der World Café-Session reflektierten die Teilnehmenden Arthur Tan, Senior Manager (Strategic Planning) beim National Heritage Board of Singapore, Natalie McGuire, Curator of Social History and Community Engagement im Barbados Museum und Christina Bach, Kuratorin und Sammlungsleiterin im Historischen Museum Frankfurt im Gespräch mit Rebecca Stoll, Leiterin der Galerie Bernau, die Diskussionen ihrer Kleingruppen. Gemeinsam wurden zentrale Erkenntnisse zusammengetragen und erste Ideen für konkrete nächste Schritte entwickelt. Besonders deutlich wurde der Wunsch, innerhalb von ICOM stärker gehört zu werden und eine gemeinsame Stimme zu entwickeln. Das Netzwerk soll einen Raum für Peer-to-Peer-Austausch bieten, in dem Erfahrungen geteilt, voneinander gelernt und individuelle Kompetenzen eingebracht werden können.

Die Ergebnisse des World Cafés wurden direkt digital in Etherpads gespeichert. Die gesammelten Notizen dienten als Grundlage für ein erstes Follow-up-Meeting, welches bereits im Dezember 2025 stattfand. Ein weiteres ist für Anfang Februar 2026 geplant. Ziel ist es, das internationale Netzwerk junger Museums Professionals langfristig zu verstetigen und wirkungsvoll in den Weltverband einzugliedern. Viele Teilnehmende äußerten uns gegenüber eine große Wertschätzung für das Treffen und die Möglichkeit, sich in diesem Rahmen zu begegnen. 

Die Teilnahme an der Konferenz ermöglichte uns einen intensiven Austausch innerhalb des Netzwerks, das Knüpfen neuer Kontakte sowie wertvolle Einblicke in internationale Komitees und die Strukturen von ICOM. Diese Erfahrungen waren sowohl für unsere persönliche Entwicklung als auch für die des Netzwerks äußerst bereichernd. Zudem erlebten wir während der Vorbereitung der Session großes Interesse und breite Unterstützung sowie eine außergewöhnliche Gastfreundschaft vor Ort.

Die Förderung der Reise durch ICOM Deutschland und die Zentrale von ICOM in Paris ermöglichte uns damit nicht nur die Teilnahme an der Konferenz, sondern schuf Verbindungen, die über das Treffen hinauswirken und ein Netzwerk zwischen jungen Museums Professionals nachhaltig stärken sollen.

Abschließend möchten wir ICOM Deutschland herzlich für die Möglichkeit zur Teilnahme an dieser Tagung danken. 

Global Museum Futures: Young Professionals Unite!

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