Fachtagung: Die 1990er Jahre im Museum, 17./18. September 2026 in Frankfurt (Oder)
Von Alexandra Majorov
Am 17. und 18. September 2026 findet unsere Fachtagung „Die 1990er Jahre im Museum. Gesellschaftlicher Wandel im Spiegel und Rückspiegel der Museumsarbeit“ in Frankfurt (Oder) statt.
Die 1990er Jahre waren in Ostdeutschland eine Zeit tiefgreifender Umbrüche. Auf die Euphorie der neu gewonnenen Freiheit folgten für viele Menschen Erfahrungen von Unsicherheit, Verlust und radikaler Neuorientierung. Heute rückt diese Transformationszeit verstärkt in den Fokus gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Debatten – auch Museen und Gedenkstätten greifen das Thema zunehmend auf. Denn die Auseinandersetzung mit den 1990er Jahren eröffnet vielfältige Möglichkeiten, um generationsübergreifend über den gesellschaftlichen Wandel, seine Folgen und seine Nachwirkungen bis in die Gegenwart ins Gespräch zu kommen.
Unsere Fachtagung nähert sich diesem Themenfeld aus zwei Perspektiven. Zunächst richtet sie den Blick auf Museen und Gedenkstätten als Akteure und gleichsam „Zeitzeugen“ der 1990er Jahre. Wie spiegelten sich die gesellschaftlichen Umbrüche in Sammlungen, Ausstellungen, institutionellen Neuausrichtungen und Neugründungen? In einem zweiten Schritt wollen wir zeigen, wie Museen diese Zeit rückblickend bearbeiten, welche Themen dabei sichtbar werden und welche Vermittlungsformate sich in der Praxis bewähren. Ziel der Tagung ist es, beide Perspektiven zusammenzuführen, um Handlungsspielräume und Wirkungskräfte von Museen im gesellschaftlichen Wandel sichtbar zu machen und daraus Impulse für die künftige Museumsarbeit zu gewinnen.
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Foto: Museumsverband Brandenburg e.V.