Wissenschaftlichen Mitarbeit zu NS-Zwangsarbeit in Berlin (m/w/d) und stellvertretenden Hausleitung
Von Juliane GrossmannDas Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide befindet sich am historischen Ort eines fast vollständig erhaltenen Zwangsarbeiterlagers inmitten eines Wohnbezirks. Seit 2006 macht es hier das lange ausgeblendete Schicksal der über 26 Millionen Männer, Frauen und Kinder sichtbar, die während des Zweiten Weltkriegs durch das NS-Regime als Zwangsarbeiter*innen ausgebeutet wurden.
Die unbefristete Vollzeitstelle mit einer Wochenarbeitszeit von derzeit 39,4 Stunden wird nach dem Tarifvertrag der Länder (TV-L, Entgeltgruppe 13) vergütet. Bei einer regelmäßigen 5‑Tage‑Woche erhalten Sie 30 Tage Erholungsurlaub sowie die Möglichkeit zum mobilen Arbeiten im Rahmen der dienstlichen Belange. Außerdem bieten wir eine Arbeitgeberzuzahlung zum Deutschlandticket Job.
Wir bieten Ihnen eine offene, diskriminierungssensible und wertschätzende Arbeitsatmosphäre in einem kollegialen Team mit flexiblen Arbeitszeiten (Gleitzeit), einer Jahressonderzahlung sowie einer zusätzlichen betrieblichen Altersversorgung über die VBL.
Das Arbeitsgebiet umfasst insbesondere folgende Aufgaben:
- Stellvertretung der Hausleitung: Unterstützung der Leitung und Mitwirkung bei strategischen und operativen Aufgaben; eigenständige Wahrnehmung von Leitungsaufgaben in Abwesenheit der Hausleitung
- Konzeption, Entwicklung und Umsetzung innovativer sowie nachhaltiger Projekte, die eine Auseinandersetzung mit der Geschichte der NS‑Zwangsarbeit in Berlin fördern und die Sichtbarkeit des Themas in der Berliner Erinnerungslandschaft stärken
- Entwicklung und Umsetzung vielfältiger Vermittlungsformate zur Präsentation aktueller Forschungsergebnisse für ein breites Publikum
- Koordination und Realisierung der Projekte (z.B. Ausstellungen, Veranstaltungen, künstlerische Interventionen im Stadtraum, Publikationen)
- Durchführung und Mitgestaltung von Vorträgen, Workshops und Fachtagungen zur NS‑Zwangsarbeit
- Weiterentwicklung und Pflege der bestehenden Datenbank zu Berliner Lagerstandorten sowie fortlaufende Dokumentation von Erinnerungsorten zur NS‑Zwangsarbeit in Berlin
- Aufbau und Pflege von Kooperationen mit Berliner Institutionen und Initiativen sowie mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
- Koordination des Berliner „Runden Tisches NS‑Zwangsarbeit“
- Mitwirkung bei der Beantragung, Durchführung und Abrechnung projektbezogener Drittmittel
Erforderliche Qualifikationen:
- Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master, Magister oder Diplom) der Geschichtswissenschaften oder eines einschlägigen vergleichbaren Studiengangs mit Schwerpunkt NS‑Geschichte
- Sehr gute fachliche Kenntnisse der Geschichte der NS-Zwangsarbeit in Berlin
- Mindestens zweijährige einschlägige Berufserfahrung in einem NS-geschichtlichen Dokumentationszentrum beziehungsweise einer NS-Gedenkstätte oder in vergleichbaren Einrichtungen
- Erfahrungen in der Personalführung und der fachlichen Leitung von Arbeitsbereichen, Teams oder Projekten
- Ausgeprägte Teamfähigkeit sowie hohes Kommunikations- und Organisationsvermögen
- Nachgewiesene Erfahrung in der Konzipierung und Realisierung von zeithistorischen Ausstellungen, Veranstaltungsformaten, Publikationen und anderer einschlägiger Projekte zur NS-Zwangsarbeit
- Erfahrungen bei der Beantragung, Durchführung und Abwicklung von Drittelmittelprojekten
- Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift, Kenntnisse einer weiteren europäischen Sprache sind von Vorteil
- Sehr gute EDV‑Kenntnisse, insbesondere Erfahrung im Umgang mit Datenbanksystemen
Wir fördern aktiv die Gleichstellung und Vielfalt unserer Mitarbeitenden.
Die Stiftung Topographie des Terrors ist Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt und setzt sich für ein wertschätzendes, vorurteilsfreies Arbeitsumfeld ein, das die Vielfalt der Gesellschaft widerspiegelt.
Wir begrüßen ausdrücklich Bewerbungen von People of Color sowie von Menschen aller Religionen und Weltanschauungen, sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten, von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen sowie von Menschen aller Altersgruppen.
Wir streben eine Erhöhung des Anteils von Beschäftigten mit Migrationsgeschichte entsprechend ihrem Anteil an der Bevölkerung an. Personen mit eigener oder familiärer Migrations‑ oder Fluchtgeschichte werden besonders ermutigt, sich zu bewerben.
Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen oder ihnen gleichgestellten Personen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt (§ 2 Abs. 3 SGB IX).
Postalisch eingereichte Bewerbungen können nur bei Beilage eines ausreichend frankierten Rückumschlags zurückgesandt werden. Die Vorstellungsgespräche finden voraussichtlich Ende Juni 2026 statt.
Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig. Im Zusammenhang mit der Durchführung des Auswahlverfahrens und gegebenenfalls der Einstellung werden die Daten der Bewerber*innen auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO elektronisch gespeichert und verarbeitet. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Kosten, die im Zusammenhang mit der Bewerbung entstehen (z. B. Fahrt‑, Verpflegungs‑ oder Übernachtungskosten), leider nicht erstattet werden können.
Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung bis spätestens zum 28. Mai 2026.