UNESCO und ICOM starten weltweite Umfrage zum Einsatz künstlicher Intelligenz in Museen
ICOM hat in Zusammenarbeit mit der UNESCO eine weltweite Umfrage gestartet, um besser zu verstehen, wie künstliche Intelligenz (KI) in Museen weltweit eingesetzt wird. Einrichtungen aller Art und Größe sind eingeladen, sich an der Umfrage zu beteiligen, indem sie den Online-Fragebogen bis zum 21. Juli 2026 ausfüllen.
Diese Initiative, die erstmals auf der ICOM General Conference im vergangenen November angekündigt wurde, ist Ausdruck der verstärkten Zusammenarbeit zwischen der UNESCO und ICOM in Fragen der künstlichen Intelligenz. Sie stellt zudem einen wichtigen Schritt dar, um besser zu verstehen, wie künstliche Intelligenz den Museumssektor verändert und welche Chancen und Herausforderungen sich daraus für Museen weltweit ergeben.
Die Umfrage zielt darauf ab, konkrete Beispiele und Basisdaten darüber zu sammeln, wie Museen derzeit KI in ihre Arbeit integrieren. Zudem soll untersucht werden, inwieweit diese Anwendungen mit wichtigen internationalen Richtlinien übereinstimmen, darunter die UNESCO-Recommendation on the Ethics of Artificial Intelligence (2021) und der ICOM Code of Ethics for Museums. Durch die Erfassung vielfältiger Perspektiven von Institutionen aus verschiedenen Regionen und Kontexten soll die Initiative sowohl aufkommende Trends als auch den dringenden Bedarf an Unterstützung aufzeigen.
Um eine breite Zugänglichkeit und weltweite Beteiligung zu gewährleisten, ist die Umfrage in mehreren Sprachen verfügbar. Neben den drei Amtssprachen von ICOM (Englisch, Französisch und Spanisch) wird sie auch in den sechs Amtssprachen der UNESCO (Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch) angeboten.
Die Ergebnisse der Umfrage werden in einen in Kürze erscheinenden gemeinsamen Bericht von UNESCO und ICOM zum Thema KI in Museen einfließen. Diese Publikation wird einen faktenbasierten Überblick über aktuelle Praktiken bieten, zentrale Herausforderungen aufzeigen und praktische Fallstudien aus aller Welt vorstellen. Sie wird zudem als Grundlage für die Entwicklung von Museumspolitik und künftige Maßnahmen zum Kapazitätsaufbau durch UNESCO und ICOM dienen. ICOM und UNESCO ermutigen Museumsfachleute weltweit, sich an dieser Initiative zu beteiligen und die Zukunft der KI in diesem Sektor mitzugestalten. Durch ihre Teilnahme können Museen dazu beitragen, dass technologische Innovationen ihre sich wandelnde Rolle in der Gesellschaft unterstützen und gleichzeitig ethischen und beruflichen Standards gerecht werden.
Foto: unsplash.com / Florentia Gonzalez Bazzano