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Wie kann eine Ausstellung andere Erfahrungsangebote machen? Soll man sich an ein präzises Zielpublikum richten oder möglichst vielen etwas bieten wollen? Warum soll die Institution Museum überhaupt auf etwas anderes als ihr tendenziell bildungselitäres Kerngeschäft setzen? Zur verbesserten Legitimierung öffentlicher Subventionen? Zur Gewinnung neuer Besuchersegmente, zur Steigerung der Besucherzahlen? In der Überzeugung, dass Diversität eine gesellschaftliche Qualität an sich sein könnte? Oder weil der Wunsch besteht, divergierende Bereiche unserer sozialen und privaten Wirklichkeit versöhnend zusammenzuführen?

Fragen wie diese waren Gegenstand des 15. Internationalen ICOM Bodensee-Symposiums «Das Museum für alle – Imperativ oder Illusion?», das vom 18. bis 20. Juni 2015 in St.Gallen, Konstanz und Dornbirn stattfand und die Plattform dafür bot, um aktuelle Praktiken und Tendenzen rund um den Auftrag und die Zugänglichkeit der Museen zu diskutieren.

Globalisierung, Migrationen und demografischer Wandel stellen grundsätzliche Fragen nach der Zugänglichkeit. Zugänglichkeit aber hat viele Facetten, die sich etwa in der Aufarbeitung schwieriger Themen durch Betroffene und für Betroffene manifestieren. Die Annäherung ans Thema Audience Development zeigt die Entwicklung des Museums zum sozialen Versammlungsort der «Kultur mit allen». Neue und innovative Konzepte werden im Einklang mit dem jeweiligen Museumsauftrag, passend zur Sammlung und hinsichtlich der Potentiale des Publikums entwickelt. Überwindung von Barrieren, Multiperspektivität und heterogenes Publikum spielen demnach eine immer wesentlichere Rolle, sei es für die Infrastruktur wie auch für die inhaltliche Aufbereitung von Themen. Die Vielfalt der Ansprüche gilt es ernst zu nehmen. Was sind die Vorzüge und wo liegen die Grenzen der Nutzung des Museums für unterschiedliche Zielgruppen?

Der vorliegende Band versammelt die Referate des Internationalen ICOM Bodensee-Symposiums 2015 und gewährt einen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen einer Orientierung der Museen hin zur Inklusion – zur Öffnung, wenn nicht für alle, so doch für möglichst verschiedene Menschen. Ist das «Museum für alle» Imperativ und Illusion zugleich? Wie das Symposium bietet ebenso die Edition der Akten eine Fülle an Anregungen und Denkanstössen.

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