UMAC Award 2020: Bewerbung bis 31. Januar möglich

Mit dem UMAC AWARD würdigt das Internationale ICOM-Komitee für Universitätsmuseen (UMAC) Exzellenz und Kreativität von Universitätsmuseen und -sammlungen sowie ihr Engagement für ihre Einrichtungen und die Zivilgesellschaft.

Der UMAC AWARD wurde 2016 ins Leben gerufen. Mit ihm sollen herausragende Beiträge aus jüngster Zeit zu allen Bereichen der Theorie und Praxis von Museen und Sammlungen ausgezeichnet werden, insbesondere solche mit interdisziplinärem Ansatz und breiter Anwendungsmöglichkeit.

Teilnahmeberechtigt sind Projekte und Initiativen weltweit, die zum Zeitpunkt der Nominierung weniger als 3 Jahre alt sind. Sie können alle Facetten der Theorie und Praxis von Museen und Sammlungen abdecken, einschließlich der Bereiche Ausstellung, Bildung, Konservierung, Lehre, Forschung, Management und Geschäftsmodelle, Design und Architektur, Ethik, Engagement an der Universität und in der Öffentlichkeit sowie Strategische Planung und Themen der Museologie.

Universitätsmuseen und -sammlungen sind unabhängig von ihrem Standort, ihrer Ausrichtung oder ihrer Größe teilnahmeberechtigt. Sie müssen nicht UMAC-Mitglieder sein.

Bewerbungsschluss: 31. Januar 2020 (midnight Lisbon/London time)

Ausschreibungskriterien und Online-Formular

The full announcement in English can be found here.

 

ICOM, ICOM Deutschland, ICOM Sambia und das Museum der Europäischen Kulturen - Staatliche Museen zu Berlin (MEK) laden Museumsfachleute aus englischsprachigen afrikanischen Ländern ein, sich für einen einmonatigen Studienaufenthalt im Frühjahr/Sommer 2020 in Berlin zu bewerben.

Das Austauschprogramm basiert auf dem Gedanken des gemeinsamen Lernens und des professionellen Dialogs zum Nutzen aller Beteiligter. Es wurde entwickelt, um auf die beruflichen Bedürfnisse und Wünsche des/der Teilnehmers/in oder seiner/ihrer Institution in Bezug auf Konservierungs- und Aufbewahrungsmethoden einzugehen. Es ermöglicht auch einen umfassenden Wissensaustausch zwischen dem/der Teilnehmer/in und deutschen Museumsfachleuten.

Für den zweiten Teil des Programms wird ein/eine Museumsexperte/in aus Deutschland vor Ort mit einem Museum in Sambia (2021) zusammenarbeiten.

Der/Die Teilnehmer/in hat auch die Möglichkeit, an einem Ausstellungsprojekt mitzuarbeiten und neue Wege vorzuschlagen, um die im MEK ausgestellten europäischen Sammlungen aus
seiner/ihrer besonderen Perspektive zu interpretieren.

Das Programm findet im Frühjahr/Sommer 2020 in Berlin statt und deckt die Kosten für Flugtickets, Visa, Unterkunft, Tagegeld und Transport in Deutschland für die verschiedenen Besuche und Aktivitäten ab. Es wird erwartet, dass der/die erfolgreiche Kandidat/in an allen Aktivitäten teilnimmt und das gesamte Programm absolviert.

Alle Informationen zur Bewerbung finden Sie hier.

 

ICOM Schweiz bietet ein vergleichbares Programm für Museumsfachleute aus französischsprachigen afrikanischen Ländern an. Der erste Austausch fand im Juli 2019 statt. Einen Bericht finden Sie hier.

Cover, Leitfaden Provenienzforschung

Der ers­te Leit­fa­den Pro­ve­ni­enz­for­schung zur Iden­ti­fi­zie­rung von NS-ver­fol­gungs­be­dingt ent­zo­ge­nem Kul­tur­gut ist für Mit­ar­bei­ter von Mu­se­en, Bi­blio­the­ken und Archi­ven, für den Kunst- und Antiquariats­han­del und auch für pri­va­te Samm­lun­gen kon­zi­piert. Wer Zwei­fel an der Pro­ve­ni­enz von Kul­tur­gü­tern hat, fin­det im Leit­fa­den prak­ti­sche Hin­wei­se, Fall­bei­spie­le so­wie al­le wich­ti­gen Adres­sen, Quel­len und Inter­net­zu­gän­ge.
Die Pu­bli­ka­ti­on ist in sechs Ka­pi­tel un­ter­glie­dert; die thematisch vom his­to­ri­schen Kon­text über Her­an­ge­hens­wei­sen, Pla­nung und Me­tho­dik von Pro­ve­ni­enz­for­schung bis zur Er­mitt­lung von Er­ben und An­spruchs­be­rech­tig­ten reichen. Sie ver­mit­telt po­li­ti­sche, recht­li­che und ethi­sche Grund­la­gen und gibt Hin­wei­se über Institutionen und Ver­net­zung in­ner­halb der Provenienzforschung.

Der Leit­fa­den ist ein Ge­mein­schafts­werk, das sechs Partner erarbeitet haben:

  • Ar­beits­kreis Pro­ve­ni­enz­for­schung e.V.,
  • Ar­beits­kreis Pro­ve­ni­enz­for­schung und Re­sti­tu­ti­on – Bi­blio­the­ken,
  • Deut­scher Bi­blio­theks­ver­band e.V.,
  • Deut­scher Mu­se­ums­bund e.V.,
  • Deutsches Zentrum Kulturgutverluste,
  • ICOM Deutsch­land e.V.

Die Au­to­ren ha­ben an der wis­sen­schaft­li­chen, me­tho­di­schen und praktischen Ent­wick­lung des Fel­des in den letz­ten Jah­ren ent­schei­den­den An­teil ge­habt. ICOM Deutschland ist im Herausgeberteam mit Matthias Henkel, Michael Henker und Markus Walz vertreten. Auf Anregung von ICOM Deutschland gründete sich eine erste Initiative zur Konzeption eines solchen Leitfadens, die neben ICOM Deutschland auch das österreichische und schweizerische Nationalkomitee von ICOM, den Arbeitskreis Provenienzforschung sowie den Deutschen Museumsbund umfasste. Be­reits 1998 ha­ben sich mehr als 40 Na­tio­nen in den Washing­to­ner Prinzipien da­zu be­kannt, die Iden­ti­fi­zie­rung von NS-ver­fol­gungs­be­ding­tem Kul­tur­gut proak­tiv zu gestal­ten. Mit die­sem Leit­fa­den liegt nun ei­ne prak­ti­ka­ble Handlungsanleitung vor.
Das Buch kon­zen­triert sich auf Kul­tur­gut­ver­lus­te in der Zeit der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Herr­schaft und wird al­len, die sich mit Her­kunfts­for­schung befassen, wich­ti­ge Aus­gangs- und An­satz­punk­te bie­ten. Es soll ge­ra­de auch klei­ne­ren Insti­tu­tio­nen ei­nen un­kom­pli­zier­ten Zu­gang zur Pro­ve­ni­enz­for­schung bie­ten, um die­se als un­ver­zicht­ba­re Auf­ga­be dau­er­haft in die Ar­beit der Si­che­rung und Bewahrung des kul­tu­rel­len Er­bes ein­zu­schlie­ßen.

 

Bibliographische Angaben:

Leitfaden Provenienzforschung. Zur Identifizierung von Kulturgut, das während der nationalsozialistischen Herrschaft verfolgungsbedingt entzogen wurde. Hrsg. vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste u.a. Magdeburg: Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, 2019. 135 Seiten. ISBN 978-3-9821420-1-2

Kostenloser Download Leitfaden deutsch (pdf)

Kostenloser Download Leitfaden englisch (pdf)

 

Wir veröffentlichen den Text mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste.

Conference proceedings WWI, cover

Museen sind die Schatzkammern des Kulturerbes, Orte der Erinnerung und der Selbstvergewisserung. Aber wessen Geschichten erzählen sie und warum? Woran wird in Museen erinnert und was wird „vergessen“?

Im November 2018, einhundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, veranstaltete ICOM Deutschland zusammen mit ICOM Europa anlässlich dieses Jahrestages eine internationale Konferenz in Koblenz. Zahlreiche Museumspraktiker und Wissenschaftler aus Europa und anderen Teilen der Welt befassten sich mit den Auswirkungen des Ersten Weltkrieges. Sie reflektierten die Verantwortung, die Museen bei der präzisen und authentischen Darstellung des Krieges, der Gestaltung des Gedenkens und der Bewahrung seines Vermächtnisses zukommt. Sie untersuchten komplexe Themen, darunter widersprüchliche Wahrnehmungen des Krieges, seine politischen Folgen und die Frage nach der europäischen Verantwortung. Sie plädierten für die selbstbewusste Berücksichtigung kritischer Stimmen und unterschiedlicher Perspektiven sowie dafür, die Auswirkungen von Gewalt und Dogmen auf die europäischen Gesellschaften eingehender zu erforschen.

Die Beiträge sind in einem Tagungsband (auf Englisch) zusammengeführt und stehen für die vielen Beispiele aus Museen weltweit, den teilweise divergierenden nationalen Erinnerungskulturen ihren Platz einzuräumen und gleichzeitig die Ähnlichkeit der Kriegserfahrungen in einer Form herauszuarbeiten, die den heutigen Generationen das gemeinsame Lernen über alle Grenzen hinweg möglich macht.

Editiert wurde der Tagungsband von Deborah Tout-Smith, der leitenden Kuratorin des Bereiches Home & Community in der Abteilung Society & Technology der Museen Victoria in Melbourne und Vizepräsidentin von ICOM Australien. Der Tagungsband steht zum Download auf der Open-Access-Plattform arthistoricum.net zur Verfügung.

 

Bibliographische Angaben:

Museums, Borders and European Responsibility – One Hundred Years after the First World War. Proceedings of the ICOM European conference 2018. Hrsg. von Deborah Tout-Smith. Heidelberg: arthistoricum.net 2019. 156 Seiten. Beiträge zur Museologie, Band 8. e-ISBN 978-3-947449-90-3. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.564

Eine Druckausgabe ist in Vorbereitung und kann in Kürze bestellt werden (Publikationen).

 

Biozid-Verordnung stoppen: ICOM Deutschland unterstützt Brief-Aktion

Zu Beginn des Jahres hat ICOM Deutschland eine Stellungnahme zur EU-Biozid-Verordnung an Monika Grütters übergeben. Darin wird im Namen deutscher Museen an die politischen Entscheidungsträger appelliert, die seit 2017 gültige Biozid-Verordnung (EU 528/2012) zurückzunehmen, so dass in den Museen wie zuvor die Schädlingsbekämpfung durch Stickstoff stattfinden kann.

Die Europäische Kommission hat sich auch auf Druck von ICOM Deutschland und weiterer europäischer ICOM-Nationalkomitees in den vergangenen Monaten mit dieser Thematik befasst und erwägt eine Ausnahmeregelung von der gültigen Biozid-Verordnung für kulturgutbewahrende Einrichtungen.

ICOM Deutschland ermutigt alle deutschen Museen und kulturgutbewahrenden Einrichtungen, diese Ausnahmeregelung von der Biozid-Verordnung mit einer Stellungnahme von der Europäischen Kommission einzufordern. Dies ist möglicherweise die letzte Chance, die der Gemeinschaft für Kulturgutschutz auf längere Zeit geboten wird. Einsendeschluss für Ihre Stellungnahme ist der 18. Januar 2020.

Bitte unterstützen Sie unseren Aufruf zur Verwendung von in situ erzeugtem Stickstoff in der öffentlichen Konsultation der EU, die auf der Website der European Chemicals Agency (ECHA) verfügbar ist!

Hintergrundinformationen (ECHA)

Zur Teilnahme an der öffentlichen Konsultation (ECHA)

Download Stellungnahme (Musterbrief)

Kontakt

In der Halde 1
14195 Berlin

Tel.: +49 30 69504525
Fax: +49 30 69504526
Email: icom@icom-deutschland.de

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