ICOM ist eine Partnerschaft mit dem Verlag Taylor und Francis / Routledge zur Veröffentlichung des ICOM-Journals „Museum International“ eingegangen und wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass Taylor & Francis / Routledge ICOM Mitgliedern freien Zugang zu fünf seiner Zeitschriften zum Thema Museum und Kulturerbe anbietet:

Heritage & SocietyMuseum History JournalMuseum Management and CuratorshipMuseums & Social Issues: A Journal of Reflective DiscourseJournal of Heritage Tourism.

Wir hoffen, dass Sie diese Ressource für Ihre Arbeit und Forschung nützlich finden!

Der Zugang erfolgt durch den Mitgliederbereich von ICOM International.

Das IJIH ist die erste internationale akademische Zeitschrift auf diesem Gebiet und widmet sich der Förderung des Verständnisses aller Aspekte des immateriellen Kulturerbes sowie der Kommunikation von Forschungsergebnissen und Beispielen guter beruflicher Praxis.

Das International Journal of Intangible Heritage wurde erstmals 2006 als Reaktion auf die rasch wachsenden akademischen und beruflichen Interessen am immateriellen Kulturerbe veröffentlicht, insbesondere nach der weitverbreiteten Ratifizierung des UNESCO-Übereinkommens von 2003 zum Schutz des immateriellen Kulturerbes. Das IJIH ist eine referierte akademische und professionelle englischsprachige Zeitschrift, die sich der Förderung des Verständnisses aller Aspekte des immateriellen Kulturerbes sowie der Kommunikation von Forschungsergebnissen und Beispielen guter beruflicher Praxis widmet.

Hauptpapiere haben normalerweise eine Länge zwischen 5.000 und 8.000 Wörtern, kurze Papiere, Berichte und Rezensionen zwischen 2.000 und 5.000 Wörtern. Die Beiträge müssen in englischer Sprache eingereicht werden und die Autor*innen sind für ihre Übersetzung verantwortlich. Beiträge können jederzeit eingereicht werden, jedoch können nur diejenigen, die bis zum 30. August eines jeden Jahres eingehen, rechtzeitig für die jährliche Sitzung des gesamten Redaktionsausschusses im Oktober referiert und, falls akzeptiert, in den nächsten Jahresband aufgenommen werden, der im Juni des darauf folgenden Jahres erscheint.

Einreichung von Artikeln über: http://www.ijih.org

COMCOL (International Committee for Collecting) ist ein internationales ICOM-Komitee, das darauf abzielt, Wissen über die Praxis, Theorie und Ethik des Sammelns und der Entwicklung von Sammlungen (sowohl materiell als auch immateriell) auszutauschen. Ziel von COMCOL ist es, die Zusammenarbeit über internationale Grenzen hinweg zu verbessern, Ideenentwicklung in Museen zu fördern und Museumsfachleute bei ihrer Arbeit zur Entwicklung von Sammlungen zu ermutigen und zu unterstützen.

COMCOL publiziert einen hochinformativen Newsletter, von dem eine Sonderausgabe 2020/21 aktuell erschienen ist, die auch Beiträge der Konferenz „Collecting Diversity: Divergence as Dialogue“ 2020 enthält.

Der Newsletter ist nun online verfügbar (PDF)

 

Am 2. September 2018 wurde das Nationalmuseum in Rio de Janeiro durch einen verheerenden Brand zerstört. Das Feuer hat einen erheblichen Teil der 20 Millionen Objekte der Sammlung vernichtet. ICOM hat durch Informations- und Koordinierungsmaßnahmen die Rettung der Artefakte unmittelbar unterstützt. Das weltweite ICOM-Netzwerk mit seinem Desaster Risk Management Committee (DRMC) bietet in Katastrophensituationen eine Plattform für internationale Kooperation und Erfahrungsaustausch.

Ebenso engagierten sich in Deutschland viele staatliche und nichtstaatliche Institutionen an den Bergungs-, Konservierungs- und Restaurierungsmaßnahmen, so auch das Auswärtige Amt in Form von technischer und finanzieller Soforthilfe.

Um die Sammlung wieder aufzubauen, suchen die Kolleg*innen vor Ort nach Spenden von Sammlungsobjekten in den Bereichen der Naturwissenschaft und der Anthropologie, wie Fossilien, Mineralien, Tierpräparate und ethnografische Gegenstände. Gesucht werden nicht nur brasilianische Objekte, sondern auch solche, die typisch und repräsentativ für andere Länder sind. So kann geholfen werden dem Museum seine Mission wieder zu erfüllen.

Die Objektspenden bilden einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung des Museums. Jedes Museum das helfen und Sammlungsobjekte zur Verfügung stellen kann, wendet sich bitte an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Es mehren sich in immer kürzer werdenden Abständen die dramatischen Anzeichen, dass der politische Druck auf Museen in unterschiedlichsten Ländern der Welt zunimmt. Dies ist kein aktueller Trend, sondern eine Entwicklung, die sich seit Jahren zuspitzt, insbesondere während der beiden vergangenen Jahre und aktuell. Im Schatten der Pandemie verschärfen sich die politischen Eingriffe in die wissenschaftliche Autonomie, die jedoch oftmals kaum von der Gesellschaft wahrgenommen werden.

Mittlerweile erreicht ICOM Deutschland besorgniserregende Nachrichten aus zahlreichen Ländern: aus Ungarn, Polen, der Türkei, Brasilien, den USA und aktuell aus Belarus. In all diesen Staaten wird die politische Macht genutzt, um auf breiter Ebene systemkonforme Strukturen zu schaffen und Wissenschaftler*innen, die kritisch denken und handeln, mundtot zu machen. Dies geht einher mit gezielt gesteuerten Entlassungen von Wissenschaftseinrichtungen, in Akademien, Universitäten und Museen, die sowohl politisch wie auch finanziell unter Druck gesetzt werden. Unliebsame Wissenschaftler*innen, die sich als zu demokratisch orientiert erweisen und unter Verdacht stehen, nicht systemkonform zu sein, werden kurzerhand entlassen. Belege für angebliches Fehlverhalten werden konstruiert, um scheinbar eine Rechtsgrundlage für dieses Vorgehen nachweisen zu können.

Es ist ein breit angelegter Angriff auf die Kultur(en) insgesamt: auf das kulturelle Erbe, bestimmte Ethnien, bestehende Kulturstätten, auf Museen, ihre Sammlungen und ihre Museumsmitarbeiter*innen sowie auf die freien Künste und Wissenschaften. Autokratisch geführte Staaten dirigieren bis in die Unterrichtseinheiten hinein.

Nach Ungarn, Polen und der Türkei ist als jüngste Entwicklung nun die Entlassung zahlreicher Museumsmitarbeiter*innen im von Deutschland weniger als Tausend Kilometer entfernten Belarus zu benennen. Zu den Betroffenen gehört die Gründerin und langjährige Kuratorin des Museums des jüdischen Widerstands in Novogrudok, Tamara Veršickaja. Sie hatte sich aktiv an den Protesten gegen die massiven Wahlfälschungen beteiligt und verliert nun im April ihre Arbeit. Die Nichtverlängerung ihres Vertrags nach drei Jahrzehnten musealer Aufbauarbeit ist Teil einer systematischen staatlichen Repressionswelle gegen Kulturschaffende. Während Tamara Veršickaja vor hat in Novogrudok ihre Beschäftigung mit der Geschichte jüdischen Widerstands fortzusetzen, bleibt vielen Museumsfachleuten aus der Republik Belarus derzeit nur das Exil als Alternative zur Inhaftierung. Damit einher geht bei einem Dutzend Kolleg*innen der Verlust der Heimat und einer Perspektive im eigenen Land, aber auch die Verarbeitung traumatischer Erlebnisse sowie die existenzielle Suche nach einem Neuanfang im Ausland. Die Nachbarländer Litauen und Polen haben ebenso wie Deutschland Unterstützung zugesagt und setzen bereits einzelne Programme zur Stärkung der Zivilgesellschaft um. Die Kolleg*innen lassen sich nicht von ihrem Kurs abbringen und setzten sich weiter für die Freiheit von Wissenschaft und Kultureinrichtungen in Belarus ein. Es ist an uns, in dieser Situation Solidarität zu zeigen, bestehende Kontakte zu pflegen und Betroffene zu unterstützen, wo es möglich ist.

Hierzu gehört ein klares, uneingeschränktes Bekenntnis zur Autonomie der Künste und der Freiheit der Wissenschaften. Kunst und Kultur müssen für eine pluralistische Weltgemeinschaft offen sein und die zuständigen Institutionen einen universellen Zugang zu Wissen garantieren. Kulturelle Bildung und die Tradierung des materiellen wie auch immateriellen kulturellen Erbes sind wesentlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Verständigung über Landesgrenzen hinweg. Kulturelle, gesellschaftliche, wissenschaftliche und politische Netzwerke sollen auch in Zukunft über Staatengrenzen hinweg tragfähig sein und einem friedlichen Europa dienen,  dem auch Belarus angehört.

ICOM setzt hiermit ein deutliches Zeichen und bittet um breite Unterstützung für bedrohte Museen, Museumsmitarbeiter*innen sowie Künstler*innen und Wissenschaftler*innen.

Für die entlassenen Museumskolleg*innen in Belarus bitten wir um einen Solidaritätsbeitrag, der für die erste Zeit im Exil dringend benötigt wird.

Auch diesen Appell unterstützen wir nachdrücklich:

https://www.osteuropa-historiker.de/links/spendenaktion-minsk-protokolle/


Zu weiteren Information:

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/warum-historiker-aus-minsk-nach-polen-und-litauen-gehen-17154587-p2.html

https://hyperallergic.com/615519/artwashing-a-dictatorship/

https://www.amnesty.de/informieren/aktuell/ungarn-regierungstheater

https://www.derstandard.de/story/2000115342170/ungarns-forschung-unter-druck-ein-umbau-mit-folgen

https://www.dw.com/de/machtausbau-im-schatten-der-corona-krise-ungarische-kommunen-unter-druck/a-53107406

https://www.deutschlandfunkkultur.de/zukunft-der-hagia-sophia-museum-oder-moschee.2950.de.html?dram:article_id=479747

https://www.deutschlandfunkkultur.de/hagia-sophia-in-der-tuerkei-weltkulturerbe-als-erdogans.979.de.html?dram:article_id=490071

https://www.monopol-magazin.de/jochen-volz-ueber-brasilien-unter-bolsonaro

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/diese-stadtfuehrerin-ist-untragbar-in-ganz-belarus-werden-kulturleute-verfolgt-17214484.html

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14195 Berlin

Tel.: +49 30 69504525
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Email: icom@icom-deutschland.de

Telefonische Sprechzeiten: Montag-Donnerstag 10:00-13:00 Uhr

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